Hendrik Lange, MdL Sachsen-Anhalt
Hendrik Lange, MdL Sachsen-Anhalt

Grundsätze

Politik und Demokratie

Die politische Wende in der DDR hat auch mich nachhaltig geprägt. Der Ruf "Wir sind das Volk" war richtig und kam zur rechten Zeit. Er drückte den Willen der Bevölkerung nach Beteiligung am politischen Leben, an der Mitgestaltung der Gesellschaft aus. Beinahe zwei Jahrzehnte danach ist hier in Sachsen-Anhalt vieles erreicht worden, aber es sind auch viele Illusionen geplatzt. Doch ist der Traum von einer offenen, demokratischen Gesellschaft, in der Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit keinen Platz haben, von gleichen Lebensverhältnissen oder von einem würdevollen Leben ohne Armut - ist dieser Traum aus?

Ich denke, dass diese Visionen berechtigt waren und sind und dass es sich lohnt, sich dafür zu engagieren.

 

Auch in einer globalisierten Welt können und müssen Solidarität und soziale Verantwortung ihren Platz haben, in Sachsen-Anhalt, Deutschland, Europa und in der Welt. Hierfür trägt die Politik auf allen Ebenen, im Bund genauso wie in jeder Kommune, in Europa genauso wie in Sachsen-Anhalt, die Verantwortung.

 

Doch wenn Demokratie mehr sein soll, als nur alle paar Jahre eine Wahl, dann werden alle Bürger gebraucht. Eine aktive und von allen gelebte Zivilgesellschaft kann helfen, Menschen zu verbinden, die Gesellschaft lebenswert zu machen, Toleranz und Solidarität zu fördern.

Der Staat hat dabei die Aufgabe, allen Bürgern diese Teilhabe zu ermöglichen und sie dazu zu ermutigen. Die gegenwärtige Politik zielt aber selten in diese Richtung. Die kritische Willensbildung der breiten Öffentlichkeit ist daher dringend nötig, und wir als PolitikerInnen wollen einen Teil dazu leisten.

Hochschule und Gesellschaft

Es war immer meine Ansicht, dass Wissenschaft und Hochschulen, dass Bildung allgemein als gesellschaftliches Gut erhalten werden müssen. Leider ist es seit mehr als 15 Jahren Teil der hochschulpolitischen Agenda, diese Bereiche verstärkt zu ökonomisieren.

So wird Bildung zur Ware. So sollen Hochschulen in Verdrängungswettbewerb zueinander treten. So sollen aus Studierenden Kunden werden, die für die "Leistungen", die sie erhalten, bezahlen müssen.

 

Wir als Linke sehen darin große Gefahren: Wissenschaft kann so nicht mehr ihrer gesellschaftlichen Rolle gerecht werden, kritisch, pluralistisch und unabhängig am Fortschritt der Gesellschaft mitzuwirken. Der Gedanke der Bildung, die mehr ist als reine Ausbildung auf einen Beruf hin, wird aufgegeben, mit fatalen Folgen für Demokratie und Gesellschaft: Die freie, kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Zuständen kommt zu kurz, engstirnige Denkmuster werden gesellschaftsfähig. Statt für die Zukunft zu lernen, statt zu lernen, wie man auf veränderte Gegebenheiten reagiert, pauken Studierende Stoff im Schnelldurchlauf. Der Zugang zu Hochschulen wird verknappt, wo er eigentlich verbreitert werden müsste.

 

So wird Wissen zu Macht, die nur wenigen gehört.

Wir dagegen treten ein für eine offene, demokratische Wissensgesellschaft. Dafür streite ich mit meiner Fraktion und meiner Partei.

Denn: In der Bildung liegt die Zukunft Sachsen-Anhalts.

Termine

24. April 2017, 17 Uhr, Halle
Sitzung Stadtratsfraktion

25. April 2017, 10 Uhr, Magdeburg
Sitzung Landtagsfraktion & Arbeitskreis III

25. April 2017, 19 Uhr, Halle
Verleihung des Emil-L.-Fackenheim-Preises für Toleranz und Verständigung 2017 der Jüdischen Gemeinde Halle

Öffnungszeiten

Montag, Mittwoch, Donnerstag:
9-12 und 14-16 Uhr
Freitag:
9-12 Uhr

Kontakt

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